GPS
GPS und Mopped
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Empfänger
Garmin-Übersicht
PC-Software, Psion-Software, Kabel,
PalmPilot, Befestigung
Waypoints, Tracklogs.

Updates:
15.05.04: Überarbeitet, Preise 2004, Links
08.03.04: neue Garmin-Karten
01.03.04: TTQV - Update
01.10.03: Erfahrung zum GPS V
06.08.02: Überarbeitet, Kurzbewertung eTrex Legend
19.05.02: Kurzbewertung GPS V
09.02.02: Tracks in neuem Format
01.01.02: Überarbeitet, Garmin-Übersicht

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 Warum eigentlich?

Die Simpelalternative für Könner

Kein Kartenblättern, einfaches Weitergeben von genial zusammengestellten Touren, immer wissen, wo das eigene Bett steht und perfekte Navigation bei Nacht und bedecktem Himmel. Grund genug, sich mal mit GPS-Empfängern in heimische Gefilden am Motorrad zu beschäftigen. Welche Geräte gibt es, wozu braucht man Software, was nützt sie, wie verbindet man alles und wie kommt das GPS ans Mopped?

Eine einfache Alternative gibt es auch: Nebenstehendes High-Tech-Equipment mit Minikompaß und aufwickelbarem Ausdruck aus einem Routenplaner an 1100er GS setzt perfekte Navigationsfähigkeiten des Fahrers voraus. Für Denkfaule ist ein GPS-Gerät am Mopped empfehlenswerter.

Neben der Geschwindigkeitsmessung (die meisten Geräte sind angeblich auf 0,1 m/s = 0,36 km/h genau) gibt es noch eine wunderbare Spielerei: Das Verstecken und Finden von kleinen Schätzen auf www.geocaching.com.

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 Wie funktioniert GPS?

Ganz einfach: Aus der Laufzeit der von mindestens 4 Satelliten gesendeten Signale wird die Entfernung zu diesen berechnet. Da das GPS-Gerät außerdem die genaue Zeit und die Position der Satelliten bekommt, kann es berechnen, wo er sich befindet. Ganz genau ist es hier beschrieben.

 GPS-Empfänger

Natürlich braucht man zuerst einen GPS-Empfänger. Klein sind sie, ungefähr so handlich wie eine Kompaktkamera. Zu haben von 150 Euro bis viiieeel mehr, zu empfehlen sind Geräte mit Schnittstelle zum Datenaustausch mit PCs oder Palmtops (Detailkarten rein, gefahrene Routen raus) und einer externen Stromversorgung.

Wir konzentrieren uns auf Geräte der Firma Garmin. Die sind zwar teuer aber gut. Mit Geräten anderer Hersteller (z.B. Magellan, Lowrance, Eagle) haben wir keine Erfahrung.

Wer das GPS-Gerät auschließlich zum Steuern externer Hardware (Notebook oder Palmtop als Anzeige) nutzen will, ist vielleicht mit einer GPS-Maus zufrieden. Sie sind ähnlich denen auf Kofferaumdeckeln klebenden Empfängern für fest eingebaute Autonavigationssysteme. Diese Teile sind aber "dumm". Sie haben kein Display, können weder Waypoints oder Routen speichern, noch kann mit ihnen ein Weg aufgezeichnet werden. Alleine können sie gar nichts, man braucht immer noch ein empfindliches Zusatzgerät wie einen Laptop oder Palmtop, auf dem die Navigationssoftware läuft. Nichts fürs Motorrad - Finger weg!

 Was ist was bei GARMIN?

Vom amerikanischen Hersteller Garmin gibt es ein kaum überschaubare Anzahl unterschiedlicher GPS-Empfänger. Hier der Versuch einer Sortierung bar jeglichen Fachwissens, nur aus den Informationen von Garmin.de, Garmin und Touratech.

Es gibt von Garmin unter anderem folgende irgendwie motorradgeeignete Geräte:

(Wer noch mehr Infos braucht wird hier fündig: GPS-Infoseite von Ralf Schönfeld, GPSinformation.net und Noch eine GPS-Seite. Damit wäre diese Seite eigentlich überflüssig... tja, zu spät.)

 GPS II+

Zweite Generation, wird nicht mehr hergestellt. Expeditionsmodell nur mit Städtedatenbank, kein Speicher. Display 64x100 Pixel schwarzweiß. Im Hochformat und Querformat nutzbar, 127x59x 41mm. Antennenanschluß BNC. Stromversorgung 10 bis 36 Volt.

  Sonderversionen des GPS II mit interner Flachantenne, Hochformat 53x147x35 mm:
 GPS 12 keine Datenbank, kein Speicher. Nur diese Grundversion: Spannungsversorgung 5 bis 8 Volt, kein Antennenanschluß.
  GPS 12XL Städtedatenbank, kein Speicher. Antennenanschluß MCX.
  GPS 12CX Städtedatenbank, kein Speicher. Antennenanschluß MCX. 4 Farben.
  GPS 48 Marineversion. Städtedatenbank, naviaids, Leuchtfeuer. Antennenanschluß BNC.

 GPS III+

Nicht mehr aktuelles Mehrzweck- und Expeditionsmodell der dritten Generation. Äußerlich gleicher Nachfolger des II+ und III (beide werden nicht mehr hergestellt). 4-Graustufen-Display 100x160 Pixel groß, mit zweistufiger Hintergrundbeleuchtung. Gewicht ca. 255 g mit Batterien (4xAA).
Die technischen Daten enstsprechen dem GPS III (ohne plus). Das "eingebaute" Kartenmaterial für Europa und Afrika ist wesentlich besser, für Asien und USA wesentlich schlechter. Das ändert sich, wenn die Karten eingeladen werden. Die World-Map (nochmal 150 €) bringt für die Europa-Ausführung gar nichts - aber die USA-Ausführung wird dadurch auch in Europa nutzbar. Die Map and Recreation-CD (wieder 150 € pro Land) stellt in Städten wirklich jede Straße dar und das Kartenmaterial ist auch auf dem PC-Bildschirm zu gebrauchen. Allerding passt davon nur ein Teil in den Garmin (1,4 MB).

  Sonderversionen des GPS III mit interner Flachantenne, Hochformat:
  GPS 12MAP Technisch sonst wie III+, Antennenanschluß MCX und GA 27C möglich.
  eMap Technisch sehr ähnlich 12MAP, etwas größeres Display (120x160 statt 100x160 Pixel mit 4 Graustufen). Besonders klein und leicht (60x140x20mm, nur halb so dick wie III+) aber kein Outdoorgerät, da nicht wasserdicht. Einsteckbare Garmin-Speicherkarte (8 bis 128 MB, wie Street Pilot-Reihe; sehr teuer). Stromversorgung 3 Volt. Noch erhältlich (290 €), wird aber wohl vom GPSMAP 60 abgelöst.

 GPS V

Äußerlich wie GPS III+. 4-Graustufen-Display 256x160 Pixel groß, mit stufenlos regelbarer Hintergrundbeleuchtung. 19 MB interner Speicher für Daten von CD. Autoroutingfähig, d.h. findet selbständig auf Strassen und Wegen zum Zielpunkt. Tonausgabe. Gewicht ca. 255 g mit Batterien (4xAA). (530 €)

Das als Straßennavigationsgerät vermarktete GPS V unterscheidet sich vom GPS III+ vor allem durch bessere Copiloten-Funktionen (Anzeige nächster Waypoint, Tonsignal zum Abbiegen, automatische Routenplanung etc.) und enthält einen Routenplaner. Also wie bei PC-Planern Start- und Zielort eingeben und den Straßen nachfahren. Nebenbei hat es 19 MB Speicher.

Alle Länder Europas werden seit der Version mit CitySelect 5.0 (GPS V deLuxe) mitgeliefert und können alle ohne weitere Kosten freigeschaltet werden. In der älteren Verkaufsform (ohne deLuxe) ist nur die Freischaltung einer Karte im Preis enthalten. Die Freischaltung der anderen Karten muss dann extra bezahlt werden. Sie bezieht sich immer auf eine Karte und ein Gerät. Ist das Gerät weg, so ist auch das Geld für die Zusatzkarten verloren!

Viele Benutzer des Fünfer trauern ihrem alten GPS III+ hinterher, denn für den Motorradeinsatz haben sich viele Nachteile ergeben: Durch das feine Auflösung ist die Schrift kleiner geworden, während der Fahrt speziell auf schlechten Straßen wesentlich schlechter erkennbar. Durch höheren Funktionsumfang ist die Menüführung komplizierter geworden. Fast immer braucht man beim Fünfer 1 bis 2 Tastendrücke mehr. Das Routing kann man beim Moppedfahren vergessen, wenn man nicht gerade zu regelmäßigen Autobahnbenutzern gehört. Motorradfahren heißt, auf kleineren Straßen fernab von Dosen umherzudüsen, wobei gerne kleine Umwege in Kauf genommen werden. Der Routenplaner schickt dich aber immer dorthin, wo die Autos unterwegs sind, nämlich auf den direkten Weg. Allerdings kann man das Benutzen von Autobahnen ausschalten. Zudem ist das Gerät entsetzlich langsam. Es rechnet sich tot, bis die Karte nach einer neuen Routenberechnung (z.B. bei Abweichungen vom vorgeschlagenen Weg) wieder auf dem Display steht. Immer, wenn es spannend wird, ist das Bild weg.
Nach einer kurzen Testphase blieb ich aus vielen Gründen beim III+, habe mir dann aber doch wegen des günstigen Preises und weil es die DeLuxe-Version gibt, ein GPS V in Livigno gekauft.
Einen weiterer Testbericht gibt es bei hobbyfahrer.de unter 'Technik'.

Übrigens können auch die "alten" Map-Source-Karten geladen werden. Dann ist zwar kein Routing mehr möglich, dafür passt aber fast halb Deutschland in die 19 MB. Die CitySelect-Karten belegen mit Routinginformationen wesentlich mehr Platz, deshalb ist das abgedeckte Gebiet nicht wesentlich größer als damals mit den 1,4 MB des GPS III+. Statt rechnerisch 15 mal (Speichergröße) ist es nur knapp doppelt so groß. Die eingebaute Basemap unterscheidet sich nicht vom GPS III+.

Ein absolutes Muss ist das seit März 2004 erhältliche Update von City Select in Version 6. Endlich ist auch Norwegen enthalten und das aktuelle Kartenmaterial ist nochmal besser als vorher. Wer CitySelect 5.0 nach dem 1.9.03 registriert hat, bekommt das Update kostenfrei. Bestellung auf www.garmin.de.

 eTrex

Aktuelle Hochkant-Handheld-Outdoor-Modelle mit interner Flachantenne. Kein externer Antennenanschluß. 55x112 x31mm. Spannungsversorgung 2xAA Batterien oder 3 Volt.

  Die "kleinen" eTrex-Modelle. Display 64x128 Pixel in schwarzweiß (Auflösung kleiner als GPS III+).
   eTrex Gelb. Ohne Datenbestand, kein Speicher. (130 €)
   eTrex Camo Tarnfarben. Mit Zeitangaben für Jagd und Fischen.
   eTrex Summit Khaki. Mit barometrischem Höhenmesser und elektrischem Kompaß (zeigt Nordrichtung auch im Stand). (250 €)

  Die "großen" eTrex-Modelle. Display 160x288 Pixel mit 4 Graustufen (Auflösung deutlich höher als GPS III+). Joystickartiger Bedienschalter (rocker switch) auf Vorderseite.
   eTrex Venture Grün transparent. Städtedatenbank, 1 MB Speicher nur für CD "Points of Interest". Für Städtebesichtigungen.
   eTrex Legend Blau transparent. Basemap (20 Meilen), 8 MB Speicher. Technische Daten vergleichbar GPS III+, aber deutlich mehr Speicher. 150 g mit Batterien. (250 €)
   eTrex Vista Silber. Zusätzlich barometrischer Höhenmesser und elektrischem Kompass (benötigt viel Strom). Basemap (20 Meilen), 24 MB Speicher. Volle Ausstattung, sehr viel Speicher. (400 €)
 

Das Sondermodell eTreX Europe ist ein Legend im Set mit Mapsource-Karte, hat aber eine spezielle Firmware. (Siehe Downloadseite von Garmin.)

Die "großen" eTrexe, vor allem das Legend, sind nicht nur wegen ihres Preises und ihres großen Speichers interessant. Sie sind klein, leicht und liegen gut in der Hand oder Tasche. Im Auto kommt man meist ohne Zusatzantenne aus und kann das gummierte Gerät gut im Blickfeld im Amaturenbrett oder zwischen Ablage und Frontscheibe einklemmen. Das ist besonders nützlich wenn man mit wechselnden Fahrzeugen unterwegs ist. Inzwischen gibt es Batteriefach-Rückwände mit Befestigungsclip, so dass man des Gerät wie ein Mobiltelefon am Gürtel oder sonstwo befestigen kann.

Bei der Nutzung am Motorrad gibt es jedoch eine Einschränkung: Aufgrund des kleineren und höher aufgelösten Displays ist es im Stand nur bis maximal Armlänge und während der Fahrt nur bis ca. 30 cm ablesbar. Die Hintergrundbeleuchtung hat nur eine Helligkeitstufe, nachts kommt es bei zu schräg stehendem Display oder Regen schnell zu Reflektion, so dass man nichts mehr erkennen kann.
Zum Erstellen eines neuen Wegpunktes muß man den Joystick auf der Vorderseite für zwei Sekunden gerade gedrückt halten. Das ist mit Handschuhen während der Fahrt unmöglich. Die übrigen Gummitasten lassen sich mit etwas Übung bedienen.

Garmin stellt auf seiner Homepage aktuelle Firmware-Updates zum Herunterladen bereit. (Benötigt PC und Datenkabel.) Sie korrigieren Fehler und führen neue Funktionen ein. Sehr zu empfehlen.

 GPSMAP 60C/CS

Das aktuelle Topmodell der Handgeräte ist das GPSMAP 60C bzw. 60CS. Ganz grob beschrieben ein GPS V im eTrex-Gehäuse mit Farbdisplay. Na endlich. Wie innovativ! Dank schnellerem Prozessor soll das Routing jetzt sogar während der Fahrt funktionieren. Durch die farbige Darstellung ergibt sich ein deutlicher Gewinn an Informationen, so dass das 60C bei kaum größem Display und ähnlicher Auflösung (160x240) deutlich besser ablesbar ist als eTrex oder GPS V. Dies gilt nachts noch mehr, weil die Hintergrundbeleuchtung hellerer ist. Der Speicher ist 56 MB gross.
Die Version 60 CS hat zusätzlich einen barometrischen Höhenmesser und einen elektronischen Kompass, vergleichbar dem eTrex Vista.
Die Knöpfe sind auf der Vorderseite, ob sie mit Handschuhen gut zu bedienen sind, muss sich noch zeigen. Insgesamt ein Traumgerät - für 650 € (oder $480). Einen Gerätetest gibt es hier und welche Screens das Ding beinhält, hier.
Der vordergründig günstige Preis relativiert sich, wenn Du siehst, was die fehlenden Karten kosten. Die sind im Gegensatz zur deLuxe-Version des GPS V nämlich nicht im Lieferumfang enthalten.


 Außerdem...

...gibt es noch die GPS 76-Serie (1 oder 8 MB Speicher) und die Street Pilot-Serie (Speicherkarten mit 8, 16, 32, 64 oder 128 MB), die größere Displays haben, nämlich 180x240 grau beziehungsweise 160x240 grau oder 16 Farben. Dazu neu die Geko-Serie (kleiner als eTrex). Und es gibt diverse Geräte für den Festeinbau in Auto oder Boot.

Alle Preise sind Stand Sommer 2004 bei Globetrotter Ausrüstung. Generell sind europäische GPS im Vergleich zu US-Versionen schweineteuer. Doch Vorsicht: US-Versionen haben (falls vorhanden) eine US-Basemap fest eingebaut, die für Europa deutlich weniger detailliert ist als die der Europaversion und sich nicht ersetzen läßt. Ohne Daten von CD ist das Gerät in Europa kaum nutzbar. Da z.B. der Speicher des GPS III+ nur 1,4 MB faßt, ist er kein Ersatz.


 Nu aber Butter bei die Fische: Welches Garmin fürs Mopped?

Das erste Kriterium sollte sein: Kann das Gerät auch während der Fahrt (mit Handschuhen) bedient werden, lässt es sich gut befestigen, ist es wetterfest und stabil. Ich halte die Bauform der II- III- und V-Serie für die geeignetste. Bisher das beste Gerät war das GPS III+. Auch gut das sehr ähnliche GPS 12MAP, das ein echtes Preisschnäppchen sein kann. Wer genug Geld hat, legt es im GPS V an, der eierlegenden Wollmilchsau. Oder gleich im GPSMAP 60C, das kann alles besser.

Das handliche eTrex Legend hat ein schmaleres Display (54x27 statt 56x38 mm beim III+) mit höherer Auflösung und ist deshalb während der Fahrt schlechter ablesbar. Dafür bietet es das beste Preis/Leistungs-Verhältnis aller Geräte mit Kartenanzeige. Das eMap scheint interessant, ist aber nicht wasserdicht.

Für die Papierkarten-gestützte Navigation, bei der nur die eigene Position benötigt wird, reicht das günstigste Geko, eTrex oder das GPS12. Aber wer sowas macht, kommt in Mitteleuropa wohl auch ohne GPS aus.


 Software

So richtig interessant wird die GPS-Nutzung in Verbindung mit PC- oder Palmtop-Software und digitalen Karten.

 Software für GARMIN-Geräte mit Speicher

Die im GPS fest eingebauten Basemaps sind normalerweise zur Orientierung schon gut brauchbar. Im eTrex Legend beispielsweise ist in Deutschland jedes mittlere Dorf drauf. Es sind alle wichtigen Verbindungsstraßen dabei, wobei der Verlauf oft nur grob dargestellt ist. In Städten sind nur die Hauptstraßen enthalten.
Die elektronischen MapSource-Vektorkarten von Garmin sind zwar teuer, verbessert aber die internen Karten geeigneter Geräte erheblich. Man kann für eine Tour vom Computer per Datenkabel die passenden Gebiets-"Kacheln" ins GPS laden und hat dann in Städten alle Straßen und auf dem Land erheblich mehr Details. Die Größe der Kacheln (Fläche und Speicher) ist je nach Herkunft sehr unterschiedlich. Beim alten Germany Roads & Recreation sind ganz Berlin bis zur Ostsee (Rostock) und zur polnischen Grenze etwa 5 MB. Der Großraum München sollen 3 MB sein.

Inzwischen hat Garmin die Anzahl der Karten deutlich reduziert. Die nationalen Version von Roads & Recreation und MetroGuide (Stadtpläne mit Sehenswürdigkeiten und Restaurants) gibt es nicht mehr. Sie wurden ersetzt durch die erweiterten MetroGuides, die jetzt einen ganzen Kontinent abdecken. Das ist preislich angenehm, allerdings sind die "Kacheln" manchmal recht gross, so dass schlimmstenfalls in ein 8 MB-Gerät nur eine einzige 4 MB-Kachel passt. Für autorouting-fähige Geräte gibt es die City Select bzw. City Navigator-Reihen. Man muss also inzwischen gut aufpassen, welche Karten mit welchem Gerät funktionieren. Eine Tabelle dazu gibt es bei Garmin.de.
Wichtig für Globetrotter ist die WorldMap.

Die MapSource-Software ist immer die gleiche und bietet noch weitere Funktionen wie manuelle Routenplanung, Laden und Speichern von Waypoints und Tracks etc. Sie beschränkt sich jedoch auf MapSource-Vektorkarten. Eine Feinplanung mit gescannten Karten (z.B. TOP50 oder Meßtischblättern) ist nicht möglich. Auf Garmins Download-Seite gibt es fehlerkorrigierte Updates für die MapSource-Software.

 Software für PC

Nun hat man fleißig Waypoints gesammelt, will diesen aber ordentliche Namen geben, mehrere Sets anlegen (z.B. nach Ländern aufgeteilt) oder schlicht eine Datensicherung machen. Dafür taugt das Freeware-Programm Waypoint+. Da es Freeware ist, ist das WP+-Format quasi Standard für den Austausch geworden. Mit WP+ können die Tracks und Routen in Verbindung mit den Waypoints geplottet werden. Beispiele dazu sind in den Rausfahrer-Reports zu finden.

Wer gerne einmal ohne Konzentration durch die Gegend dümpelt und später genau sehen will, wo er gewesen ist, kann die vom Garmin aufgezeichnete Strecke (Tracklogs) auf eine Karte projezieren lassen. Oder man plant die Route am PC und überträgt sie dann ins GPS. Dafür gibt es inzwischen mehrere Programme, die mit dem GPS kommunizieren und eingescannte Karten benötigen:

 Software für Psion Palmtops

Zuerst: Was ist eigentlich ein Psion 5? Der Traum jedes Geeks, ein Palmtop (superkleiner Laptop) mit 640x240 Touchscreen mit 16 Graustufen und richtiger Tastatur, aber nur 170x90x23 mm gross und 350 Gramm schwer. Man kann richtig drauf schreiben (u.a. Emails per IR-Schnittstelle vom Mobiltelefon) oder diktieren, als Festplatte dienen CF-Speicherkarten. War neu unglaublich teuer (5 MX Pro: 1600 DM/800 €) und ist deshalb recht kurz nach dem Erscheinen 1999 ausgestorben. Es gibt seitdem nichts annähernd Vergleichbares. Heutzutage als teure Nachbauten oder gebraucht bei eBay ab 100 € zu bekommen.

Genug geschwärmt. Wozu? Auf dem Mopped schleppt man selten Laptops mit. Einen Palmtop kann man schon eher transportieren. Auch dafür gibt es schon Lösungen:

 Software für Palm Pilot

Auch Palm Pilot-Besitzer haben Anschluß: Eine kleine Software GPS2Pilot2PC zum Up- und Download mit Steckerbelegung gibt es auf der Seite von medi-a. Die amtliche Software für Navigation und GPS scheint GPS Pilot zu sein. Oder der PalmRouter. Oder so.

Im Betastadium befindet sich GPilotS, mit dem Waypoints, Routes und Tracks zwischen Palm (ab OS 2.x) und Garmin ausgetauscht werden können. An einen PC angeschlossen, emuliert der Palm ein GPS-Gerät.

Aus Deutschland kommt DigiMap, mit dem sich Karten aus PC-Routenplanern auf den Palm spielen lassen. Dieser kann dann dann mit einem GPS-Gerät verbunden werden.

Routenplanung ist mit Quo Vadis 3.0 von Marcosoft möglich. Nicht verwechseln mit TTQV! Zum Datenspeichern für unterwegs (Tracks runterladen, neue Routen raufladen) ist als günstigste Möglichkeit der Palm M100 (schon für 100 € zu haben) verwendbar. Genau beschrieben hat es Thomas Haase auf seiner GPS-Seite.


 Kabel und Stecker

Ein Verbindungskabel zum PC ist auf alle Fälle sinnvoll, um Kartendaten und Waypoints/Tracklogs auszutauschen. Nachbauten sind meist günstiger als die Originalkabel von Garmin. Treiber werden keine benötigt.

Günstige Kabel und alle möglichen Spezialstecker vom und zum Garmin gibt zum Beispiel bei PFranc. (Beim eTrex kann man das Gerät allerdings im Auto nicht mehr zwischen Frontscheibe und Armaturenbrett klemmen - der Stecker am 12V-Kabel ist höher als das Original.)

Seit April 2000 gibt es auch eine günstige Quelle für Kabel vom Psion/Palm zum Garmin: Rob Smeets beliefert auch Doppellinkshänder.

Wer schon ein Kabel zum Anschluss des Garmin an den seriellen (COM-)Port des PC hat, kann sich einfach einen Adapter an das serielle PC-Anschlusskabel seines Psion/Palm basteln. Dann muss man zwar unterwegs mit zwei langen Kabeln hantieren, aber dafür kostet es fast nichts. Eine Bauanleitung gibt es im GPS-Workshop der PsionWelt oder gleich mit Stromversorgung auf Jürgen Wiegerts GPS-Seite. Für die einfache Version werden benötigt:
    - 1 Stück Selbstbaugehäuse 9/9, Conrad-Nr. 711730-33 für 1,02 €,
    - 2 Stück Sub-D Stiftleiste 9pol, Conrad-Nr. 742066-33 für 0,51 €,
    - 3 Stückchen Kabel ca. 50 mm.

EDV-Himmelbauer in Ösiland hatte sogar eine Lösung mit integrierter Stromversorgung für Psion und Garmin. Das Y-Kabel war aber sündhaft teuer (150 Euro), weil es mit Spannungswandler und Schutzschaltung für den Psion versehen ist und robust genug ist für den Einsatz in Fliegern. Die Seite verrät leider nicht, ob es das Kabel noch gibt.


 Befestigung

 Garmin GPS II, III, V

Die Anbringung ist kein Problem. Wenn man keinen futuristisch gestylten Bremsflüssigkeitsbehälter hat, ist darauf ein guter Platz, um das Gerät per kurzem Spannriemen zu befestigen. Die Stromversorgung geschieht entweder übers Bordnetz (Gefummel mit Kabel, aber nachts Beleuchtung) oder mit frisch geladenen Akkus. Bei mir funktioniert das sowohl auf dem Eintopf als auch mit dem V2-Vibrator. Wichtig ist, dass die Batterien nicht schlackern. Dazu um die Batterien eine Lage Papier wickeln. Die 3M-Post-It-Zettelchen haben sich bewährt. Auch harte Geländeschläge haben das III+ noch nie abgeschaltet.

Garmin, durch Buell geschüttelt. Halterung aus Nagel-Rohrschellen und Stahlplatte zusammengebraten. Wackelsichere Akkus Garmin auf feinvibrierender Moto 6.5
III plus am modifizierten Touratech Original-Autohalterung an 100er GS III plus am Daerr auf Burkinapiste

Eine aufwändigere Möglichkeit sind die GPS-Halter von Touratech oder das einfachere Modell von Daerr. Der Original- Halter fürs Auto von Garmin hat sich an einer 1000er GS bewährt.
Softcase-Halter an XT500Für die 12er und 38er gibt es auch noch den Platz im Kartenfach des Tankrucksacks.
Ich habe es auch einmal mit Klettband auf einer an den Tankrucksack genieteten Aluplatte probiert. War auch nicht schlecht und fiel auch im Gelände nicht ab.
Außerdem gibt es noch die knautschigen Softcase-Halterungen, die schnell angebracht werden können. Vorteil: klappern nicht, sind schnell demontierbar und für die Hochkantgeräte hervorragend, für Garmin III etc. nur geeignet, wenn keine externe Stromversorgung angeschlossen wird, denn für den Stecker fehlt Platz. Der Vibrationsschutz ist hervorragend.

Schneesturmgarmin
Auch bei Schneetreiben: Mit Spannriemen auf Bremsflüssigkeitsreservoir befestigt, mit Stromversorgung und seriellem Stecker zum Runterladen der Tracks auf Psion.

 Garmin eTrex

Die Bestigung ist nicht so einfach wie bei den II+/III+-Serien (Blechwinkel, Spannriemen drüber, fertig) - das eTrex hat an drei Seiten Bedienknöpfe und vorn fast nur Display...
Dafür brauchts eine aufwändige Halterung. Die Version von Touratech hat zwar auf der Rückseite eine Aussparung für den Strom-/Datenanschluß (mein Gerät hält sogar im Energiesparmodus nie länger als 4 bis 6 Stunden Fahrt mit einem Batteriesatz durch), dafür ist der Klemmmechanismus mit Biegeblech aus technischer Sicht eine Fehlkonstruktion und bei mir auch schon gebrochen.
Die Vibrationsfestigkeit der Batterien scheint kein Problem zu sein, die Federn sind sehr stark.

Besonders wichtig ist eine Anbringung möglichst dicht am Fahrer, damit man das kleine Display gut ablesen kann. Der Bremsflüssigkeitsbehälter fällt damit meist aus - zu weit weg.

Für Auto oder Boot gibt es inzwischen bei Garmin.de (beste Bilder) einige Halterungen, bei denen die Rückwand des eTrex getauscht wird. Vielleicht kann man ja auch den rutschfesten Beanbag auf dem Tank benutzen (natürlich zusätzlich festbinden).


 Praxis

Wo kommen sie nun her, die Waypoints, Tracklogs und Routen? In erster Linie aus eigenen Aufzeichnungen, per E-Mail von Freunden, aus oben erwähnten Planungsprogrammen oder von anderen Websites, z.B. GPS-Routen.

Für Berliner, Umlandbewohner und Touris gibt es hier geprüfte Tagestouren und aktuelle Waypoints zum Herunterladen. Die meisten Tracklogs sind die der Rausfahrer-Touren, außerdem sind die meisten der interessanten Orte enthalten.

Alle Daten sind Garmin-kompatibel und liegen im gezippten Waypoint- Format vor, weil dieses praktische PC-Programm Freeware ist und von Brent Hildebrands Waypoint+-Seite abgeholt werden kann. Aufgezeichnet wurde mit Garmin III, d.h. der Symbolset für Waypoints wurde genutzt. Die anderen Garmins haben damit aber keine Probleme. Wie es mit Magellan etc. aussieht, würde mich interessieren.

Tips zur Nutzung: Erst die Berlin-Waypoints hier herunterladen. Dann eine nette oder mehrere Touren auswählen und ebenfalls absaugen. Am besten mit WinZip entpacken. Mit Waypoint+ die Waypoints und dann eine Tour (Tracklog) ins Garmin uploaden. Vorher sollte das eventuell schon vorhandene aktuelle Tracklog im Garmin gelöscht sein. Das übertragene Log landet im aktuellen Log. Dieses speichern (Reduzierung auf 250 Points, evtl. vernünftigen Namen geben). Anschließend vielleicht ein weiteres Log draufladen.

Am nächsten Tag mit Zeit und schönem Wetter einfach der Linie nachfahren und sich überraschen lassen.

Ich habe hier bewußt die Tracklogs reingestellt und keine Routen, weil es wesentlich genauer ist und auch die Waldwegabzweige gefunden werden. Wer lieber nach Routen fährt, kann diese zusätzlich mit "Trackback" erzeugen und zur "Feinnavigation" die Tracks auf dem Display nutzen.

 Waypoints

DownloadDiese ca. 300 Waypoints passen zu den Touren-Tracklogs. Hat ein Ort das Kamera-Symbol, so ist am Waypoint eine Sehenswürdigkeit. Ansonsten bezeichnen die Koordinaten die Hauptkreuzung im Ort.

DownloadDieser Set (ca. 250) enthält aus I, CH, F und E Pässe, Orte zur Orientierung, selbst ausprobierte und für gut befundene Campings und Hotels in den Alpen und Pyrenäen. Die Points sind "live gesaved", wurden also nicht aus Karten geholt. Unter anderem ist der Einstieg in den Tremalzo (Alternativstrecke) ohne Verbotsschild für Straßenmoppeds drauf (TREMA1).

 Routen um Berlin

DownloadDetails zu den meisten Routen sind auf den Rausfahrer-Seiten beschrieben.
Start- und Endpunkt ist meist der Südwesten von Berlin.

Und ab hier sind alle Tracks im .TRK-Format (PCX5), also reine Textdateien. Sie können in TTQV und Garmin MapSource (ab Vers.4) importiert werden.

Tracks für Afrika gibt es auf der recht gut gemachten Site von Tracks4Africa.


So, das war ein nicht weiter gepflegter einmaliger Service. Umsonst, aber vielleicht nicht vergebens. Von uns für uns selbst geschrieben, kein Update in Sicht (es sei denn Du machst es). Alle Angaben nach bestem Wissen. Weitere Infos gibt es auf den Websites oder bei der Hotline der entsprechenden Anbieter oder beim Händler des Vertrauens. Auf der GARMIN-Seite ist übrigens eine ziemlich gute FAQ zu finden.
Wir sind weder mit Garmin noch mit Globetrotter verwandt, verschwägert oder sonstwie von ihnen abhängig. Sollten durch diese Seite irgendwelche Markenrechte oder Gefühle verletzt werden, laßt uns drüber reden. Amen.

e-mail: Peter
Grabos Homepage